Shabby chic Ragtime Quilt – ein Anfang

Eine Freundin hat sich als besonderes Geschenk zu Weihnachten-Geburtstag-Einzug zusammen einen Quilt gewünscht im Shabby Chic Stil. Ja, was ist denn das???

Das kannte ich bisher nicht, doch das Internet ist eine große Fundgrube für alles möglich und so wurde ich schnell im Bernina Blog fündig. Das klingt ja gar nicht so schwer, nur ungewohnt beim Nähen.

Eine Seite soll aus recyclten Jeans bestehen, so dass die Füllung nicht nötig ist (sonst würde der Quilt zu schwer, wie man mir in einem Nähforum riet). Außerdem will ich auch Stickereien dabei haben und habe mich für die Esoterik-Motive von Individual Pieces entschieden. Gut, dass ich so früh angefangen habe, denn mit den Stickereien braucht es doch was länger…

Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich mir Rahmen entworfen, mit denen ich bei den Blöcken Vorder- und Rückseite zusammenfügen kann, entweder um die Rückseite der Stickerei zu verdecken oder um durch beide Lagen zu quilten. Bei den kleinen 10×10-Blöcken habe ich mich für die Quilt-Variante entschieden und für den Unterfaden dieselbe Farbe wie beim Oberfaden benutzt. Gestickt habe ich auf Soluvlies, denn der Quilt muss für die Fransen ja noch ein paar Mal gewaschen werden, da wären weder Abreißvlies noch Schneidvlies hilfreich. Das hat allerdings den Nachteil, dass ich bis nach dem Zusammenfügen nicht Bügeln kann, denn das mag das Soluvlies nicht.

Als erstes nähe ich nun zwei kleine Quadrate zusammen. Hierzu lege ich Jeans auf Jeans und markiere mit Stecknadeln die Eckpunkte der Naht, so dass diese genau durch Vorder- und Rückseite gleich verläuft. Da ich mit Nadeln in dieser Form gesteckt natürlich nicht nähen kann, fixiere ich die Stoffstücke mit Klammern und nehme die Nadeln vor dem Nähen hinaus. Genäht sieht das dann so aus, dass auf der Vorderseite die Nahtzugabe hochsteht und hinten alles glatt ist.

Bevor ich diesen Stoffstreifen auf die gleiche Weise mit einem doppelt so großen Quadrat verbinde, „bügle“ ich mit dem Fingernagel die Nähte auseinander und lege das dann zum Stecken auf das große Quadrat.

Was mir hätte auffallen können, war, dass ich die Chakren verkehrt herum aufgelegt hatte. Ein Blick auf das durchgequiltete Chakra-Übersichtsbild hätte da genügt. So war dann der Nahttrenner mein Freund. Hoffentlich sorgt das für einen nachhaltigen Lerneffekt bei mir…
Jedenfalls hatte ich dann am Ende des Tages 1/24 meines Quilts fertig genäht, 20x50cm, das im Titelbild gezeigte Stückchen. Dann kann ich jetzt noch in Ruhe auf der Rückseite die Fädchen abschneiden, damit das Stickbild später sauber aussieht.

Und gut, dass ich neulich schon ein Tasche Kurt im Shabby Chic Stil genäht habe. Sonst wäre ich jetzt ob der langen Nahtzugaben erschrocken, die so noch gar nicht hübsch aussehen.

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