Ist Lissabon eine Reise wert? – ein Selbstversuch

Nachdem wir letztes Jahr die Reise in den Herbstferien nach Malta so genossen haben, haben wir uns dieses Jahr entschlossen, in den einwöchigen Herbstferien Lissabon zu besuchen. Denn von vielen Freunden haben wir schon so schöne Reiseberichte gehört. Und wie könnte man besser das Verständnis für Erdkunde und Geschichte bei den Kindern wecken, als durch eine Reise an einen solch geschichtsträchtigen Ort?

Als wir abends um sechs Uhr landen, wird es schon langsam dunkel. Die Luft ist ganz anders als bei uns – warm, mild, mit einem Hauch von Meer. Mit der U-Bahn, deren Haltestellen künstlerisch gestaltet sind, fahren wir in das alte Zentrum, wo wir eine kleine Wohnung in einem alten Gemäuer gemietet haben. Da in Lissabon seit 1980 (ca. 800.000 Einwohner) bis heute (2017: 500.000 Einwohner) aufgrund der strukturellen Mängel der alten Bausubstanz und des hohen Verkehrsaufkommens geschrumpft ist, haben wir keine Probleme damit, ein kleine, alte Dachwohnung per airbnb zu mieten, da hier nicht wie in Berlin den Einwohnern der Wohnraum genommen wird. Und als Familie ist es deutlich angenehmer, eine kleine Wohnung zu nehmen, als im Hotel zu wohnen.

Unsere Wohnung ist in der Nähe des Platzes des Feigenbaums (pt. Praça da Figueira), einer der drei wichtigsten Plätze in der Altstadt Lissabons (pt. Baixa Pombalina, das aufgrund des Erdbebens von 1755 neugebauten Bereichs). Selbst in der Dunkelheit sehen die alten Häuser mit ihren Kacheln sehr hübsch aus, und aufgrund der schummerigen Verhältnisse ist nicht zu erkennen, wie sehr die Gebäude schon in die Jahre gekommen sind.

Nachdem wir die vielen Stufen zu unserer Dachwohnung erklommen haben, brauchen wir unbedingt noch eine Stärkung und machen uns auf die Suche nach einem Restaurant mit portugiesischer Küche. Es ist gar nicht so einfach, etwas Passendes zu finden. Viele Restaurants haben Drücker, also Ober, welche die vorbeilaufenden Menschen ansprechen und dazu bewegen wollen, bei ihnen einzukehren. Das mögen wir überhaupt nicht und so kämpfen wir uns an diesen vorbei, um schließlich ein kleines, nettes Restaurant zu finden, bei dem auch die fast verhungerten Kinder zustimmen. Es ist sogar noch so mild, dass wir draußen sitzen können. So fühlt sich Urlaub an!

Anschließend stöbern wir in unserer urigen kleinen Wohnung unter dem Dach auf 2 Ebenen im Reiseführer. Was wollen wir in den nächsten sechs Tagen erleben?

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