Wozu braucht man Klebeband im Nähzimmer?

Garn, Stoffe, Schere, Nadeln – das erwartet man im Nähzimmer. Doch warum Klebeband wurde ich neulich von einer nicht nähenden Freundin gefragt? Und dazu auch gleich noch 5 Sorten?

  1. Normales Klebeband (oft auch Tesa genannt, weil Tesa die bekannteste Marke ist, aber das darf man ja nicht offiziell): Da mein Nähzimmer mein DIY-Werkraum schlechthin ist, werden hier auch Geschenke eingepackt, wofür Klebeband unerlässlich ist. Außerdem brauche ich es, um Fäden an Garnrollen zu sichern oder Notizzettel an Kisten zu hängen. Und um Pakete zukleben zu können, habe ich eine große Rolle Packband mit praktischem Abroller.
  2. Gewebeband: Das ist bei mir am häufigsten im Einsatz. Ich brauche es, um vor dem Einnähen die zugeschnittenen Endlosreißverschlüsse zu sichern, damit nicht aus Versehen der Zipper durchgezogen wird. Auch bei meinen heißgeliebten ITH-Taschen ist es unverzichtbar. Hier dient es dazu, die Stoffstücke vor dem Annähen an der benötigten Stelle zu fixieren. Und mit ein wenig Übung, braucht Gewebeband nicht geschnitten zu werden, sondern gerissen (es sei denn, man legt Wert auf eine saubere Kante). Für diese Aufgaben nehme ich das silberne Gewebeband aus dem Baumarkt. Wenn ich jedoch die Regenjacken meiner Kinder flicken muss, dann nehme ich farblich passendes und hochwertiges Gewebeband. Also habe ich neben der großem silbernen Rolle auch noch kleine Rollen von grünem, blauem und rotem Gewebeband vorrätig.
  3. Malerkrepp: Wenn ich etwas kurzfristig beschriften will, dann nehme ich Malerkrepp. Das Schöne an diesem Klebeband ist, dass man hierfür keine Schere benötigt, sondern es einfach abreißen kann. Allerdings ist eine hohe Qualität hier wichtig, denn sonst hinterlässt es Rückstände oder kann nicht gut entfernt werden. Da das Malerkrepp nicht so stabil ist, eignet es sich weniger für die ITH-Arbeiten, weil es nur dünne Stoffe kurzfristig hält. Für Kunstleder, Kanvas und Filz ist es zu schwach.
  4. Doppelseitiges Klebeband: Hiervon habe ich gleich 2 Breiten in meinem Nähzimmer. Ein ganz schmales, welches ich benutze, um Wendeöffnungen an kleinen ITH-Taschen zu schließen (oft nähe ich dann noch nach, weil eine Naht länger hält, aber es ist einfacher, wenn der Stoff fixiert ist). Auch wenn ich Reißverschlüsse in (Kunst-)Leder oder Snapppapp einnähen will und somit keine Stecknadeln nutzen kann, nutze ich das schmale Klebeband zur Fixierung des Reißverschlusses am Mateial. Ein breites brauche ich, um gestickte Bilder im Bilder-Rahmen festzukleben.
  5. Washi-Tape: Ganz neu in meinem Sortiment ist diese japanische Variante des Klebebands, die nicht nur funktionell sondern meist auch optisch sehr ansprechend ist. Gekauft habe ich es, weil meine Kinder in der Schule gelernt hatten, daraus Haus-Schuhe zu kleben (leider habe ich sie nicht rechtzeitig fotografiert und nun sind sie schon verschlissen). Das wollten sie dann daheim wiederholen, doch jetzt haben sie keine Lust mehr. Doch das schöne Band verziert auch gut Schachteln, Hefte, Stifte – und ist somit perfekt zum Markieren von Schulmaterial (was deutlich einfacher ist, als alles mit Namen zu beschriften; außerdem fällt diese Markierung sofort ins Auge und ist somit schneller zuordnenbar). Außerdem habe ich gelesen, dass es gut sei für die ITH-Projekte anstelle des Gewebebandes. Doch das Auszuprobieren habe ich mich bislang nicht aufraffen können, weil meine schön-gemusterten Bändern mir zu schade für den kurzfristigen Einsatz und die nachfolgende Entsorgung war. Demnächst soll es ein Washi-Tape von Sweet Pea geben, das genau für diesen Zweck gedacht ist. Das will ich dann mal testen.
Gewebeband im Einsatz
mit Washi-Tape markierte Schulstifte

Welche Klebeband-Sorten sind bei Euch im Einsatz? Wofür verwendet Ihr welches Klebeband?

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@Sweet Pea Machine Embroidery

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