Inspirierendes Fredericia

Hier am Lillebaelt gibt es soviele schöne Orte und so viel zu entdecken, z.B. die Bastionen und Wälle der Planstadt Fredericia, die von von Friedrich III. 1650 gegründet wurde. Heute ist der Bastionswall mit umgebenden Wassergraben eine wunderschöne Parkanlage, die früher todbringenden Kanonen sind Blickfang und Aussichtspunkt.

Doch wir hatten nur wenig Zeit, die Aussicht zu genießen, denn der Haupttagespunkt war ein Besuch bei Marianne Blomgren und ihrem lieben Mann Ole an diesem perfekten Sommertag. Nachdem wir uns mit Kaffee und Eis gestärkt hatten, haben wir einen kleine Spaziergang zum Strand gemacht und konnten den Ausblick in natura genießen, den Marianne uns in ihrer Facebook-Fangruppe oft zeigt.

Als die Kinder die Schaukel ausprobieren wollten, auf der schon Mariannes Söhne als Kinder geschaukelt haben, entdeckten sie etwas absolut Ungewöhnliches: eine große Ringelnatter! Und als wäre das nicht schon Außergewöhnlich genug, war sie gerade dabei einen Frosch zu verspeisen. Leider habe ich nur ein etwas unscharfes Foto, denn unter den Bäumen war es sehr schattig und ich wollte die Ärmste, die sich in unserer Gegenwart sichtlich unwohl fühlte, nicht auch noch mit dem Blitz weiter verschrecken.

Auf dem Rückweg durch den Wald haben wir dann auch noch eine ganze Reihe wunderschöner, aber hochgiftiger Blätterknollenpilze entdeckt. Wie konnte meine Mutter früher nur annehmen, dass man die blütenweißen Wiesenchampignons mit diesen giftig grünen Schönheiten verwechseln könnte? Und ich weiß jetzt endlich, warum grün giftig ist!

Danach haben uns Marianne und Ole uns mit einem Abendessen aus lauter typischen dänsichen Köstlichkeiten verwöhnt: Als Vorspeise gab es marinierten Hering mit selbgemachtem Curry-Salat auf Vollkornbrot und dazu ein kleines Gläschen selbstgemachter Walnuss-Schnaps. Mit gleich 2 Hauptgerichten ging es weiter: Frikadellen mit hausgemachten Kartoffelsalat und knusprigem Schweinbraten auf Rotkohl und Vollkornbrot und dazu ein kühler Rosé-Wein – alles sehr lecker, das werde ich sicherlich mal nachkochen. Als Dessert rundeten Tea und entkoffeinierter Tee sowie Haferkekse und Lakritze das wundervolle Mahl ab – ganz zu schweigen von den inspirierenden Gesprächen.

Apropos Inspiration, ich durfte schon einen Vorab-Blick auf die kommenden Motive werfen, die das Thema der portugisieschen Fliesen vertiefen werden – oh, darauf freue ich mich schon, auch wenn das das Ende unseres Urlaubs bedeuten wird. Außerdem durfte ich durch Mariannes Bücher blättern. Wußtet Ihr, dass Marianne Anfang des Jahrtausends 5 Bastelbücher geschrieben hat? Am besten gefallen hat mir das mit den Wellpappefiguren. So zauberhaft. Wären die Kinder noch kleiner, dann hätte ich mich bestimmt daran versuchen wollen. Doch auch die Bücher über die Serviettentechnik und die Glasmalerei und die Kartengestaltung haben mir sehr gut gefallen. Wenn wir demnächst in den Gebrauchtwarenläden stöbern, werde ich die Augen danach aufhalten. Auch wenn ich des Dänsichen nicht mächtig bin, so bieten die Bilder dennoch viel Inspiration.

Während wir Großen über Gott und die Welt geplaudert haben, haben die Kinder mit Mariannes Collie und dem Lego ihrer Kinder gespielt (noch ganz im Zauber unserer Besuche in Lego-Land und Lego-Haus). Dieser wundervoller Besuch ging viel zu schnell vorbei und lange in unseren Herzen sein.

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