Ein Besuch in Ribe(n)

Ribe (zu dt. Riben) – ein wunderschönes Städtchen im Herzen Dänemarks, das uns schon seit Jahren fasziniert. In den vergangenen Jahren sind wir hier im alten Wikingerdorf mit den Kindern in die Vergangenheit eingetaucht, doch dieses Jahr haben wir das ursprüngliche Städtchen näher besucht.

Mittwochs ist hier Markttag, daher sind wir zunächst sind wir über den Markt geschlendert, haben Obst, Honig und ein paar Kleinigkeiten gekauft. Mein Sohn hätte gerne wenig Lego erstanden, doch hier im Land des Legos ist selbst das gebrauchte Lego teurer als in Deutschland.

Danach haben wir uns den Dom angeschaut, dessen Ursprünge auf den Missionar Ansgar von Bremen vor mehr als 1100 Jahren zurück gehen. Die Aussicht vom Kirchturm ist atemberaubend schön, so dass sich die Kletterei auf den steilen Stiegen wirklich gelohnt hat.

Auf dem Weg zum alten Königsschloss sind wir durch die bezaubernden schmalen Gässchen geschlendert, haben die alten Häuschen bewundert, vor denen trotz fehlender Vorgärten Blumen wachsen.

Vom Schloss ist kaum noch etwas übrig: eine quadratische Insel im See mit den Resten eines Türmchens. Die Steine des Schlosses sind für andere Bauten im alten Ribe verwendet worden, damals war Baumaterial wertvoll und wurde recycled. Ist das nicht ein romantischer Gedanke, wenn das eigene Haus aus Königsschlosssteinen bestünde?

Vor gut 100 Jahren wurde der angeblich 1212 verstorbenen Königin Dagmar ein Denkmal im zerfallenen Schloss gesetzt – mit Blick auf den Dom, der damals noch nicht so prächtig war wie heute.

Auch wenn mein Shirt nicht zur historischen Kulisse passt, so habe ich es doch gerne das erste Mal getragen. Auf der linken Seite des Shirts laufen FruBlomgrens Geckos und Motten hinauf und hinunter und bringen mich mit ihrem kuriosen Aussehen zum Schmunzeln.

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