Workshop Tage 1 und 2 – Piratenquilt-Zubehör

Nach der Aufrgegung mit dem Nadel-Unfall meiner Tochter im November-Quilt-Workshop hatte ich eigentlich am diesjährigen Frühlings-Workshop ohne Kinder teilnehmen wollen. Doch aufgrund meiner leider immer noch defekten Stickmaschine bin ich mit den vorzubereitenden Stickerein nicht so weit gekommen, wie ich es mir erhofft hatte. Als mein Sohn dann unbedingt mit zum Workshop wollte, um zu seinem Piratenquilt noch eine Tasche und einen Kissenbezug zu nähen, habe ich eingewilligt. Also hat er mich 2 Tage lang begleitet und war sehr fleißig.

Am ersten Abend hat er aus seinen Stoff-Resten fünf mal je vier 50cm lange und 15 cm breite Bahnen aneinander genäht als Außenseiten für die Tasche und die Kissenvorderseite. Für das Kissen hat er an dieses gestreifte Stück Stoff einen Reißverschluss und eine eine Rückseite aus demselben Stoff wie der Quilt genäht.

Damit war der Freitagabend auch schon beendet. Glücklich und zufrieden hat er dann die Nacht zu Samstag auf seinem neuen Kissen und wie schon die letzten Wochen unter seinem Quilt geschlafen.


Von diesem Erfolg so angespornt wollte er dann Samstag auch unbedingt seine Tasche fertig stellen. Als Schnittmuster hatte er sich hierzu den japanischen Reissack (aka Komebukuro-Bag von Oakshott) ausgesucht, weil dieser ein wenig nach Seesack aussah und gut mit einer Grundfläche in der Größe des Kissens (50cm x 50cm) gestaltet werden konnte. Die vier Außenflächen hatte er am Freitag Abend ja schon fertig genäht, dann standen am Samstag noch das Innenfutter mit zusätzlicher Innentasche, die Schlaufen für den Trageriemen und das Zusammennähen auf dem Plan.

Nachdem ich mit der Verstärkung der Taschenaußenseite bei meiner Leoparden-Tasche so gute Erfahrungen gemacht habe, sollte auch die Quilt-Tragetasche verstärkt werden: der Boden mit Decovil und die Außenseiten mit Vlieseline H630, die ebenfalls aufgebügelt wird. Das Aufbüglen der Verstärkung habe ich übernommen, damit diese auch wirklich überall richtig hält. Zum Stückchen für Stückchen 15 sec anbüglen hat mein Sohn nämlich noch nicht genügend Geduld – immerhin waren es 1,25 qm die da mit einem im Verhältnis kleine Bügeleisen verstärkt werden wollten.

Ein weiterer Nachteil der Verstärkung war, dass das Zusammenähen der nun gewollt storkigen Stoffstücke etwas schwierig war, so dass ich auch hier meinen Sohn mehr untersützen mußte. Er sah das jedoch positiver als ich: „Siehst Du, Mama, so kommst Du wenigstens auch mal ans Nähen“.

Die letzte Außennaht wurde dann noch mit Fähnchen aus Webband mit Piratenmotiven geschmückt. Hach, was waren wir stolz, als wir die Tasche schließlich nach gut 7 Stunden Arbeit wendeten! Kissen und Quilt passen gut hinein und auch Schlafanzug, Kuscheltiere und Kulturbeutel haben noch Platz darin, so dass es eine ganz wunderbare Übernachtungstasche geworden ist. Und zur Not kann er die Tasche auch als 1-Mann-Zelt benutzen.

Zum Schluss durfte ich noch das kleine Holzlabel annähen, das mein Sohn beim letzen Mal von der Kursleiterin geschenkt bekommen hat. Jetzt brauchen wir nur noch ein zünftiges Seil zum Tragen der Tasche, das wollen wir dann in Dänemark beim Seilmacher im Museum in Esbjerg kaufen, wenn ihn in unserem Sommerurlaub besuchen.

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