Vom Glück, bei Wind und Wetter Sternsingen zu gehen

Meine Kinder und auch mich kostet es ja schon am Sonntagmorgen einige Überwindung, früh aufzustehen, um rechtzeitig zum Sternstingen anzutreten. Insbesondre, wenn das Wetter wie in diesem Jahr eher ungemütlich ist. Selbst bei für Jahreszeit milden 7°C fühlt sich der Sprühregen lausekalt an.

Gut, dass ich die Mützen noch genäht habe. Doch das Wetter meint es gut mit den Sternsingern, denn es klart zum Glück ein wenig auf. So kann ich mit den Kindern trockenen Fusses singend um den Block gehen.

Meine kleine Truppe ist ein eingespieltes Team: Sie kennen sich schon seit dem Kindergarten, gehen zusammen zur Schule und auch seit vielen Jahren zum Sternsingen. Jedes Kind hat seine Rolle und braucht den am Stern festgeklebten Spickzettel überhaupt nicht. Bei uns ist die Regel, dass die Kinder klingeln und dann den „Stern über Bethlehem“ singen. Wenn jemand öffnet, dann sagen sie ihren Spruch auf, mit Betonung! und jeder König stellt sich mit einer kleinen Verbeugung vor. Wenn nach 2 Strophen niemand geöffnet hat, ziehen wir weiter. Ich trotte dabei wie das Lastkamel der Könige hinter meiner kleinen Schar her, freue mich an ihrem Gesang und den selbst genähten und schön bestickten Umhängen und frisch versäuberten Jacken-Versteckern meiner Kinder.

Manchmal bleiben Autos stehen, die Leute steigen aus und bitten um den Segen, weil sie die Sternsinger bei sich verpasst haben. Dabei bestehen alle darauf, dass die Kinder singen und freuen sich mit mir über meine fidele Truppe.

Auf halbem Wege liegt unser Heim, wo wir zu einer Aufwärmpause einkehren. Es gibt etwas Warmes zu trinken, und die Kinder dürfen von ihren geschenkten Süßigkeiten naschen.

Dieses Jahr habe ich auch etwas geschenkt bekommen – das erste Geschenk in 7 Jahren! Ein ganz besonderes Geschenk, das mir zeigt, wie sehr die ältere Dorfgeschemeinschaft unseren Einsatz schätzt: ein zartes, gehäkeltes Deckchen. Und so hat die Überwindung am Morgen sich gelohnt und zu ganz viel Glücksgefühl geführt.

Dieses Jahr habe ich auch etwas geschenkt bekommen – das erste Geschenk in 7 Jahren! Ein ganz besonderes Geschenk, das mir zeigt, wie sehr die ältere Dorfgeschemeinschaft unseren Einsatz schätzt: ein zartes, gehäkeltes Deckchen. Und so hat die Überwindung am Morgen sich gelohnt und zu ganz viel Glücksgefühl geführt.

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