Wider die Wegwerfgesellschaft

Als ich noch ein Kind war, in meiner Kindergartenzeit mit 4 oder 5, konnte ich es nicht verstehen und ertragen, dass die schönen Flaschen von Shampoo und Flüssigseife entsorgt wurden, wenn sie leer waren. Daher habe ich sie heimlich aus dem Müll gefischt und unter meinem Bett gehortet. Als meine Mutter die riesige Ansammlung beim Großreinemachen fand, hat sie fast der Schlag getroffen – 10 Mülltüten voll. Als ich aus dem Kindergarten heim kam, und meinen Schatz aus der Mülltonne quellen sah, war ich am Boden zerstört. Warum nur konnte man diese Behälter nicht weiterverwenden?
Gut 15 Jahre später fing es an, dass es Nachfüllpackungen zu kaufen gab. Konsumenten und Hersteller erkannten so langsam, dass der Müllberg kleiner werden muss und unserer Ressourcen nur eingeschränkt sind. Dennoch gibt es immer noch viel zu viele Dinge, die – kaum gebraucht – entsorgt werden, ja, sogar oft nur für einen Gebrauch entworfen sind. Dieses Wegwerfen fällt mir auch heute noch schwer, obwohl das Plastikflaschen-Erlebnis schon einige Jahrzehnte hinter mir liegt.  Und das geht wohl nicht nur mir so, denn im Internet gibt es immer mehr kreative Ideen, aus Müll Nützliches und Schönes zu machen.
Recycling, also zum Wiederverwenden in anderen Kontexten, und auch das Upcycling, d.h. das Aufwerten und Veredeln, ist in aller Munde. Und gerade im kreativen Bereich – beim Nähen und Sticken gibt es reichlich Gelegenheit dazu. Wie ich in meinem Hobby Dinge wiederverwende und anderen Verwendungszwecken zuführe, will ich hier nach und nach berichten. Anfangen werde ich mit Fru Blomgrens Mai-Wettbewerb, der top-aktuell unter dem Motto „Re- und Upcycling mit Denim“ stand. Dazu morgen mehr.

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