Buhu – Applikationen

An Applikationen habe ich mich lange nicht heran getraut, weil ich mir erstens Sorgen machte, nicht den richtigen Stoff für die Applikation zu wählen, so dass das Motiv hinterher nicht schön aussieht und somit das Kleidungsstück nicht verwendbar wäre. Zweitens hat mich das Abschneiden des Stoffes mitten in der Stickarbeit abgeschreckt.
Doch für FruBlumgrens ersten Stickwettbewerb „musste“ ich mich dann doch mal trauen. Dabei ist meine erste Sorge ganz schnell verflogen. Es gibt keine falsche Stoffwahl, denn selbst wenn sich mitten im Stick herausstellt, dass der Stoff doch nicht so gut in das Gesamtbild hineinpasst, dann kann ich ja einfach einen anderen darüber sticken.
Doch die zweite Herausforderung, das Abschneiden zwischen den Stickschritten, ging mir nicht so leicht von der Hand. Zunächst habe ich es mit der zur Maschine gehörigen Stickschere versucht. Das war ziemlich mühsam, denn ich musste sehr aufpassen, nicht versehentlich in die Naht zu schneiden oder womöglich sogar in den unterliegenden Stoff. Außerdem war es mir an einigen Stellen nicht auf Anhieb knappkantig genug, so dass ich hier mehrfach ansetzen musste – nichts für ungeduldige Menschen oder jemand wie mich, die stets unter Zeitdruck arbeitet, weil das Sticken mal eben schnell in ein kleines, freies Zeitfenster gequetscht wird.
In einer Online-Stickgruppe habe ich dann den Tipp gelesen, mit einer Babyschere zu arbeiten. Damit ist dann die Gefahr gebannt, den unterliegende Stoff  zu beschädigen, aber knappkantiger wird es damit auch nicht.
Dann wurden in den Stickgruppen eine Applikationsscheren empfohlen. Also machte ich mich auf die Suche danach. Da ich es bevorzuge, in den örtlichen Geschäften zu kaufen, weil ich dort die Dinger erstens anfassen und ausprobieren kann und zweitens, weil ich sie sofort mitnehmen und nutzen kann. Doch dieses Mal war es mühselig. Im ersten Geschäft hieß es, „Was soll das sein? Das kennen wir nicht.“ Im nächsten dann, „Ja, das ist neu und soll gut sein. Aber unsere Hausmarke hat das noch nicht im Sortiment, daher führen wir das nicht.“ Im dritten Geschäft meinte die Verkäuferin dann, „Ach, das ist doch Tinnepp. Das braucht man nicht, denn das kann man doch mit jeder anderen Schere auch machen.“ Also, musste doch das Internet herhalten, und da es ein langes Wochenende war, musste ich 4 lange Tage warten, bis ich meine neues Werkzeug ausprobieren konnte. Doch das ist eine andere Geschichte …

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